Veränderung? Ich will keine Ratschläge! – Eine lehrreiche Selbsterfahrung.

Kürzlich ist mir selber bewusst geworden, wie wenig offen ich mich für Veränderung gebe, wenn mir jemand einen wohlgemeinten Rat gibt. Im Zusammenhang mit Müllvermeidung sprach ich mit jemandem über die Verwendung von Stück-Seife anstelle von Duschgels und Co.. Dann wurde mir geraten es gleich auszuprobieren.

Statt es einfach zu probieren, fand ich mich selbst in der Opposition wieder. Ich argumentierte, wie sparsam ich bereits mit Duschgel umgehe und wie selten mein Duschgel daher leer werde… welch kleinen Anteil unseres Plastik-Mülls die Duschgel-Verpackungen ausmachen…

Das Gespräch wurde schnell laut und endete bald mit Frust auf beiden Seiten.

Erst am Abend begann ich darüber nachzudenken, ob ich eventuell mit einem Stück Seife genauso zurecht kommen würde, wie mit meinem Duschgel.

Am nächsten Tag kaufte ich eine Seife – nun Dusche ich nicht mehr mit Duschgel, auch nicht mehr mit Shampoo. Aber ich wollte es selbst entscheiden.

Diese Erfahrung war mir eine Lehre – was Veränderungen angeht in vielerlei Zusammenhängen.

Ich werde zukünftig weiterhin und noch überzeugter von meinen Erfahrungen berichten, denn keiner will Ratschläge. 🙂

Geschützt: Bienen – Imker Schnupperkurs

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ParentsForFuture – Wertschätzende Kommunikation für Offenheit und Miteinander

Ich engagiere mich unter dem Hashtag ParentsForFuture, um eine friedliche Bewegung junger Menschen zu bestärken und zu begleiten. “Friedlich” bedeutet mehr als nur ohne Fäuste – Friedfertigkeit muss unsere Sprache prägen – auch wenn so manche Äußerung von Kritikern uns in eine andere Richtung treiben will.

Ich weiß, dass die Leser der meist gelesenen deutschen Zeitungen am liebsten polarisierende, populistische und gar brutale Äußerungen lesen. Viele Politiker haben es mit dieser Art der Kommunikation auch weit gebracht. Verändern werden wir damit aber nichts. Das ist die alte Welt – die allzu oft mit machtvoller Polemik das Aufkeimen gesunden Menschenverstandes unterdrückt hat.

Wir dürfen uns nicht der Versuchung hingeben, polarisierenden und diffamierenden Angriffen, mit der gleichermaßen verwerflichen Rethorik entgegenzutreten.

FridaysForFuture verdankt seinen globalen und überwältigenden Erfolg der Unbestrittenheit ihrer Kernaussagen und der Macht des gesunden Menschenverstandes. Kein Mensch kann sich dem Verständnis entziehen, wenn junge Menschen darauf hinweisen, dass unser heutiges Wirtschaften ihre Zukunft zerstört. Junge Menschen müssen keine Antworten geben, wenn Profiteure der heutigen Politik diese als Notwendigkeit darstellen. Sind doch die genannten Notwendigkeiten allzuoft nur durch die eben gleiche Politik begründet.

Es braucht die Offenheit unserer Gedanken für Neues – die Offenheit unserer Gesellschaft für die Infragestellung unserer Selbstverständlichkeiten. Es braucht Vertrauen und Miteinander. Und das werden wir am besten erreichen, wenn wir wertschätzend kommunizieren – ParentsForFuture und FridaysForFuture.


#ParentsForFuture – Aufruf zur Unterstützung

Seit Mitte Februar formiert sich eine Bewegung von Eltern zur Unterstützung von #Fridaysforfuture (FFF).

Ich begrüße und unterstütze diese Bewegung sehr. FFF hat es geschafft, jungen Menschen die Notwendigkeit ihres Engagements und die Bedeutung ihres Handelns im internationalen Netzwerk vor Augen zu führen. Hier lernen junge Menschen aus ihrem Wissen wirksame Handlungen abzuleiten. Und sie tun das im Netzwerk. Damit eignen sie sich wesentliche Kompetenzen an für unsere komplexe Welt.

Am 15.3.19 soll weltweit der bisher größte #Klimastreik stattfinden. Ich wäre stolz, wenn wir Eltern, Schulen, Unternehmen, … gemeinsam diesen Streik zu einem wirksamen Signal an die Welt machen würden.

Morgen Mittag, am 1.3.19 darf ich ein Interview auf Bayern 2 zu meiner Beteiligung an #parentsforfuture geben. Die Elternbewegung ist erst wenige Tage alt, hat aber bereits tausende Unterstützer gefunden. Ich wurde inzwischen zu 3 Interviews von Presse und Radio eingeladen – nur weil ich mich auf Twitter und LinkedIn zu meiner Unterstützung bekannt habe.

Hier wird noch viel passieren. Und es wird gut sein, für die Mündigkeit unserer nachwachsenden Welt-Bürgöerschaft.

Lasst uns alle zu unserer Unterstützung bekennen, mit #ParentsForFuture – auf allen Plattformen.

Weiterführende Links:

Dürre, Insektensterben & Co -> Ich handle. Und jeder darf mitmachen.

Die Dürre 2018 in Deutschland ist die Stärkste seit vielen Jahrzehnten. Waldbrände, Stürme, Unwetter erscheinen schon normal in den Nachrichten. Das die Bienen sterben hören wir seit einigen Jahren. Insekten sterben aus – 75% seien in den letzten 30 jahren (also etwa in meiner Lebzeit) verschwunden.

Was machen wir? Wir freuen uns über den langen Sommer und, dass kaum noch ein Grillabend wegen Regen “ins Wasser gefallen ist”. Wie schön! Was die Insekten angeht – endlich nicht mehr die Windschutzscheibe putzen (die Tankstellen können eigentlich endlich die Eimer mit Scheibenputzern wegräumen). Und um beim Grillabend zu bleiben – kaum Mückenstiche dieses Jahr. Wie schön. Mensch wie geht es uns gut.

Parallel sind dieses Jahr vielerorts 85% der Jungpflanzungen in unseren Wäldern vertrocknet. Unsere Wälder wurden wegen der Dürre zu CO2 Quellen, statt frischen Sauerstoff für uns zu erzeugen (Mangels Wasser läuft das mit der Photosynthese nicht mehr).

Für die Insekten haben wir scheinbar auch schon eine Lösung. Walmart hat ja bereits das Patent auf die Robo-Biene, die dann bald für die Bestäubung unserer Nutzpflanzen sorgen kann, wenn die letzte Biene weg ist. In China sind Obstplantagen längst Arbeitsplatz für Hundert- und Tausendschaften von menschlichen Bestäubern geworden. Mensch und schon wieder profitieren wir davon! Das Aussterben der Bienen schafft Arbeitsplätze! Genial – so schlau und weitsichtig herrschen wir Menschen über den Planeten Erde.

Wer steht eigentlich als nächstes in der Nahrungskette über den Insekten? Vögel und Fledermäuse zum Beispiel. Ach ja – gemäß Fledermaus-Beobachtern, ziehen die sich seit Jahren in die Städte zurück – die einzigen Pestizid-Freien Zonen – hier finden sie scheinbar mehr Insekten zu fressen, als in der “Natur”. Dabei sind unsere Landwirte doch vielfach als “Landschaftspfleger” und Bewahrer von Tradition und Naturverbundenheit gelobt (und staatlich gefördert).

Fliegt man über Deutschland – fällt einem auf, dass “Natur” eigentlich kaum noch vorhanden ist. Hochintensivierte Landwirtschaft mit Hightech Saatgut und chemischen Dünge-, “Unkraut”- und Insektenvernichtungsmitteln lassen den Begriff “Natur” eigentlich nicht mehr gelten, oder?

Niemand wird die Welt wieder Heile machen, wenn nicht Du, Du, Du und ich – wir alle. Zusammen sind wir nämlich “die Gesellschaft”. Die Politik und die Wirtschaft richtet sich schon lange nach dem, wie die Gesellschaft handelt.

Wir können mit unserem Handeln den Unterschied machen.

  • Konsum regiert die Welt -> lasst uns unseren Konsum an Nachhaltigkeit orientieren! Wer mehr Geld hat, hat mehr Verantwortung! (Bioläden verkaufen Lebensmittel aus nachhaltiger Landwirtschaft, Ökostrom, Biogas, Urlaub im Land, statt Übersee, …)
  • Haushalte verbrauchen ca. 1/3 der Energie unserer Republik -> Lasst uns nachhaltig Haushalten! (Licht aus, Spül- und Waschmaschine im Spar-Programm, Fenster zu beim Heizen, …)
  • Verkehr verbraucht ein weiteres Drittel der Energie -> Kommen wir vielleicht auch mit dem Fahrrad ans Ziel? Tut es ansosnten auch Bus oder Bahn? Fahrgemeinschaften, …
  • Das letzte Drittel verbraucht die Industrie – die Produziert für unseren Konsum. Und so schließt sich der Kreis.

Ich gehe es an – und handle:

Ab heute werde ich beginnen unter dem Hashtag #NachhaltigkeitUndIch auf Twitter zu posten, wie ich glaube mit meinem Handeln den Unterschied zu machen. Natürlich gedacht als Einladung für Nachahmer – was Handeln und Posten angeht.

Quellen und weiterführende Links:

  • Dürre: Helmholtz Zentrum für Umweltforschung www.ufz.de
  • menschliche Bienen: http://www.bee-careful.com/de/initiative/menschliche-bienen-china/
  • Insektensterben: https://www.nabu.de/news/2017/10/23291.html
  • mehr? gerne nehme ich hier noch mehr Quellen auf, wenn ihr mir Hinweise gebt.