Erlangen – jetzt mit Schildbürgerstreich in der Bismarckstraße

Touristische Attraktionen hatten wir bisher nicht viel zu bieten in Erlangen (abgesehen von vielen keinen Anekdoten, die unsere Stadt so liebenswert machen), aber jetzt haben wir eine echte Attraktionen: ganz in der Nähe von Deutschlands wohl einzigem Kreisverkehr, in dem jede Einfahrt Vorfahrt hat (rechts vor links), haben wir nun eine Kreuzung entworfen, die das Herz jeden Verkehrsplaners und Sensationstouristen höher schlagen lässt. In anderen Worten, ein echter Schildbürgerstreich ist Teil unserer Stadt geworden.

Wie soll ich es beschreiben, na man stelle sich vor auf eine Kreuzung zuzufahren, deren Hauptrichtung nach links abknickt. Vor der Kreuzung werden Sie begrüßt von zwei Spuren – die rechte davon zeigt einen Pfeil nach rechts. (Das Geheimnis der Rechtsabbiegerspur wird man aber erst später verstehen.)

Die Ampel ist grün und Sie haben sich entschieden gerade aus zu fahren (kein Blinken, kein Bremsen), auch wenn hier in beulenförmiger Gehsteig von rechts in die Straße hineinragt und Sie einen kleinen Bogen fahren müssen. Noch während Sie sich fragen, was es wohl mit diesem Beulen-Gehsteig aufsich hat, können Sie Ihren Augen nicht trauen.. !!! STOOOPP!! QUIIETSCH!! Gerade noch geschafft anzuhalten. Was fällt den diesem Fußgänger ein, einfach über die Straße zu gehen, während Sie grün haben? Naja, noch mal gut gegangen. Der Fußgänger geht weiter und zeigt Ihnen einen Vogel. Sie begegnen eine wedelnde Hand vor dem Gesicht – unerhört, denken Sie sich. Im Augenwinkel sehen Sie, dass die Fußgänger-Ampel ebenfalls grün zeigt. Sie vermuten, dass Sie vielleicht einen Fehler gemacht haben und bemühen sich nun schnell von der Kreuzung zu fahren, um alles schnell zu vergessen.

STOOOPPP!! QUIIIEETSCH!! Schon wieder hätte es beinahe gekracht – diesmal wäre es zum Glück nur Blech gewesen.. Kommt doch einfach einer mitten über die Gehsteig-Beule von rechts und will sich vor mir auf die Straße einreihen. Seit wann dürfen Autos über den Gehsteig fahren, denken Sie sich. Gut, Sie sind ohnehin durcheinander, Sie lassen den ebenfalls verwirrt und hilflos schauenden Fahrer vor sich einfädeln.

Jetzt aber nichts wie weg von dieser Kreuzung! STOOOPP QUIIEETSCH!! Warum wendet dieser Idiot jetzt auch noch vor Ihnen auf der Straße?! Na heute scheinen sie alle verrückt zu spielen, denken Sie, und gewinnen gleichzeitig an Selbstvertrauen, was den Fußgänger anging – die haben doch alle was getrunken. So endet ihr erstes Erlebnis mit der neuen Bismarck-Kreuzung und vielleicht würden Sie nie das ganze Geheimnis erfahren.

Inzwischen war ich drei mal bewusst ein paar Minuten auf dieser Kreuzung, jedes Mal wieder auf der Suche nach dem eigentlichen Geheimnis das uns der Verkehrsplaner hier verschlüsselt hat. Ein paar Coups meine ich schon entschlüsselt zu haben, wie folgt:

Coup 1) Die Rechtsabbieger-Spur

Die Rechtsabbieger-Spur soll garnicht nach rechts führen. Bei genauem Hinschauen versteht man, dass die Straße, die hier von rechts in die Kreuzung mündet eine Einbahnstraße ist – sie führt auf die Kreuzung zu und zeigt den Rechtsabbiegern klare “Einfahrt verboten” Schilder. Jetzt verstehen Sie auch, warum der Weg zum Rechtsabbiegen nur über den (wenn auch abgesenkten) Gehsteig führt. Wo führt uns die Rechtsabbieger-Spur denn dann eigentlich hin? Jetzt erst erschließt sich der Gedanke des Verkehrsplaners, der wohl mit der Gehsteig-Beule dafür sorgen wollte, dass die Geradeaus-Richtung zum Rechtsabbieger umgewidmet wird.

Der unvorbereitete geradeaus Fahrer wird aber zielgerichtet und intuitiv die “Rechts-Abbiegerspur” als Abzweig in die Glücksstraße missverstehen und zum “Geradeaus-Fahren” die viel besser in der Fahrtlinie liegende Spur der links abknickenden Hauptrichtung verwenden.

Coup2: Die Fußgänger-Ampel-Schaltung

Konsequent nach Coup 1, welcher die Geradeaus-Richtung als Rechtsabbieger umwidmet, wird nun die Fußgänger-Ampel gleichzeitig mit den geradeaus fahrenden Autos grün geschaltet. Wehe dem also, der beim Geradeaus fahren nicht weiß, dass er ein Rechtsabbieger ist! Oder besser Wehe dem Fußgänger, der von der ganzen Misere nichts ahnen kann.

Coup3: Die Einmündung der Glücksstraße in die Kreuzung über den Beulengehsteig

Schauen wir uns nun an, wie es den Autofahrern ergeht, die aus der Einbahnstraße Glückstraße kommen. Hier lohnt sich das Verweilen für den echten touristischen Genießer. Ein Café gibt es auch und der Gehsteig vor dem Café ist großzügig breit und sieht aus, als wäre er geradezu gemacht für das aufstellen von Tischen.. Doch, warum kommt denn hier nun ein Auto angefahren, mitten auf dem Gehsteig? Der Fahrer des Wagens scheint ähnlich verloren wie wir, denn er kam nun mal aus der Glückstraße und wundert sich nun über einige Merkwürdigkeiten. Nämlich:

Die Glückstraße hatte kein Glück, sie hat nämlich nichteinmal eine Ampel bekommen. Das erschließt sich dem touristischen Genießer nur bei genauem hinsehen, denn die Straßenführung von der Glückstraße wird über den vermeintlichen “Gehsteig” anhand einiger weniger unscheinbarer etwas dunklerer Steine vorbei an der Kreuzung direkt in die Bismarck Straße geführt. Auf dem Weg dorthin kreuzt sie leider den Bereich, der zunächst als wie gemacht für Tische missverstanden wurde. Zu guter letzt muss sich der glücklose Autofahrer aus der Glückstraße nun auch noch ungeregelt in den Bismarck-Straßen Verkehr einreihen. Doch dem nicht genug.

Coup 4: Wer aus der Glücksstraße kommt will meist garnicht in die Bismarckstraße, sondern in die geradeaus liegende Hauptrichtung, die Schillerstraße. Vermutlich zugunsten der Barrierefreiheit hat man nun diesen (verbotenen) Weg von der Glücksstraße über den Beulen-Gehsteig mitten hinein in die abknickende Hauptrichtung nur mit einem abgesenkten Bordstein getrennt. Zwei Baustellen-Poller weisen darauf hin, dass diese verbotene Fahrtrichtung bereits von vielen genutzt wurde (die dann übrigens völlig orientierungslos, ob der vollständigen Abwesenheit von verkehresrgelnden Schildern oder Ampel-Signalen, in die Kreuzung hereinstolpern).

Wir genossen das Spektakel an einem Sonntag Nachmittag für etwa 10 Minuten. Während wir hier verweilten, entschied sich einer der fünf gleichermaßen verwirrten Autofahrer aus der Glücksstraße für den Weg – vorbei an den lästigen Pollern geradewegs in die Schillerstraße. Die anderen vier Fahrzeuge irrten mehr oder weniger entlang der offenbar vom Planer intendierten Straßenführung über den Gehsteig, direkt vor der Tür des Cafés vorbei, dann etwas verunsichert hinein in den Verkehr der “geradeaus-fahrenden Rechtsabbieger”.. Dann nach wenigen Metern in Hilflosigkeit mitten auf der Straße wendend zurück auf die touristisch attraktive Kreuzung, um nun doch regulär rechts abzubiegen und endlich am gewünschten Ausgang der Kreuzung angekommen zu sein. Vier von fünf Fahrern aus der Glücksstraße hatten somit doch noch Glück, denn sie konnten doppelt genießen. Einen echten Schildbürgerstreich – und wer weiß, wie lange es ihn noch gibt. Die Poller lassen vermuten (hoffen?), dass zumindest ein Teil der Brisanz dieser Kreuzung schon jemandem aufgefallen ist.

Fazit: Ich rate jedem, der in seinem Leben noch einmal einen echten Schildbürgerstreich erleben möchte, nach Erlangen zu kommen. Diese Kreuzung muss man live und in Farbe erlebt haben. Vielleicht aber besser zu Fuß – denn mit dem Auto wäre das nun wirklich zu heikel. Kommen Sie also zu Fuß, und zwar ohne dabei eine der Fußgänger Überquerungen zu überqueren – das wäre zu gefährlich, man weiß nie ob wieder ein Autofahrer auf die falsche Ampel geschaut hat. Und benutzen sie auch nicht den Gehsteig vor dem Café, hier fahren verwirrte Autofahrer umher. Nein, setzen sie sich am besten gleich in das Café an der Ecke Glücksstraße hinein, und genießen sie den Blick auf die Kreuzung von einem sicheren Platz am Fenster.

Basel – Radfahren. Vielfalt. Leben.

Jetzt noch mal ein bisschen unter die Leute gehen, vielleicht einen happen Essen? Wir gingen dazu in die Basler Markthalle. Einer der größten Kuppelbauten der Welt – bis 2004 dem Marktbetrieb vorbehalten – wurde in Basel zeitgemäß zu einem städtischen Zentrum des Lebens gemacht. Eine internationale Vielfalt von appetitanregenden Essensständen, einige ganz besondere Kneipen und Cafes, sowie ein Naturkost Laden und viel Raum für kulturelle Veranstaltungen locken hier täglich Menschen zum Verweilen an. Zwischendrin stehen Tische und Bänke für Jedermann – zum Beispiel, zum geselligen Genuss der Köstlichkeiten, die sich jeder nach seinen Vorlieben von den Ständen holt. Und: Das Konzept geht auf! Hier tobt das Leben. Hier treffen sich verschiedenste Menschen jeden Alters. Hier findet Kultur statt. So konnten wir am Samstag Abend zum Beispiel neben Leckereien – wir hatten Persisch, Chinesisch und Indisch am Tisch – auch noch so manche Dachbodenschätze auf dem “Retro-Flohmarkt” von 18-23 Uhr bewundern.

In Basel besuchte ich einen alten Freund, der kürzlich dort hingezogen ist. Keine schlechte Wahl für einen Wohnort, scheint mir, denn schon lange vor dem Besuch der Markthalle, hat mich Basel begeistert. Steigt man in Basel aus der Bahn fällt einem leidenschaftlichen Radfahrer wie mir noch vor Verlassen des Bahnhofs ein großes Hinweisschild auf. Es zeigt ein Fahrrad und weist auf die “VeloStation” direkt im Keller des Hauptbahnhofs hin. An einem Rund um die Uhr besetzten Schalter werden einem die Möglichkeiten erklärt, die sich hier bieten: Für einen Franken pro Tag kann man hier sein Fahrrad sicher hinter Zaun und Drehtoren in großzügigen und Rahmenschonenden Fahrradständern abstellen. Vor der Ausfahrt steht natürlich gleich eine Reifendruck-Station zu Verfügung. Kein eigenes Rad dabei? Kein Problem, von Mountainbike in allen Größen bis E-Bike kann man hier zu vernünftigen Tagesmieten ein Leihrad haben. Mit einem der Mountainbike habe ich mit meinem langjährigen schweizer Freund eine herrliche Runde über die Hügel der Umgebung gemacht. Auf dem Weg aus der Stadt heraus geht das Staunen eines deutschen Klein-Großstädters (der bis vor ein paar Jahren noch dachte, Erlangen sei eine vorbildliche Fahrradstadt) weiter. Der Radweg beginnt direkt im Keller, führt über eine Rampe hoch auf den Bahnhofsplatz und danach direkt in die mehrere Hundert Meter lange “Postpassage” – unter Dach, ein reiner Radweg für zwei Richtungen. Keine Autos, keine Fußgänger. Und so geht das dann weiter – der Radweg ist meist wirklich separat von den Autos geführt. Kleine Nebenstraßen wurden für den Radweg von Autos befreit und explizit als Radweg ausgewiesen. Die Wegführung ist dennoch gerade genug, dass man auch als sportlicher Berufspendler wirklich schnell durchfahren kann. Ja, es geht also. Mir scheint Radfahrer haben hier eine starke Stimme. Ich denke, das ist gut für die Menschen einer Stadt. Denn Radfahrer bringen höchstens menschliche Abgase in die Stadt – sie bringen Leben in die Straßen – keinen Feinstaub, keinen Lärm, keine Lebensgefahr.

Der Kaffee und der “Crazy Nuts” Kuchen in der “Mitte” sind sensationell. In diesem Café fühle ich mich mal wieder so richtig mittendrin in guter Gesellschaft. Und wie ich nachher erfahre: Es ist auch ein Unternehmen von ganz besonderen Menschen. Die Macher der Mitte (www.mitte.ch) setzen sich seit 1990 für das bedingungslose Grundeinkommen (www.grundeinkommen.ch) ein und scheinen entsprechend auch das Café (auch Hotel und kultureller Veranstaltungsort) sehr werteorientiert zu führen.

Ich bin fasziniert. Basel hat mit 171000, auch nur nicht mal doppelt so viele Einwohner, wie meine Heimatstadt Erlangen. Dennoch fühle ich mich hier ob der tollen Fahrradinfrastruktur, der kulturellen Angebote und der gesellschaftlichen Lebensmittelpunkte wie in einer echten und vor allem modernen Großstadt.

Weblinks:

Urlaubsorte sind Community-Treffpunkte

NaturCamping am Ellbogensee ist so ein Urlaubsort. Hier treffe ich einen Fahrrad-Aktivisten aus Köln, der mit seinen 3 Kindern von 3 bis 14 Jahren im Urlaub, wie im Alltag Fahrrad fährt, einen Visionssuche-Begleiter, der 15-jährigen mit 3 Tagen Wildnis-Fasten hilft Ihre Vision zu finden, eine Familie von Figuren-Theater-Spielern aus Stuttgart, die meine Heimatstadt wegen des Figuren-Theater-Festivals schätzen gelernt hat und viele weitere Menschen, mit denen ich wegen der spürbar ähnlichen Geisteshaltung sofort ins Gespräch komme.

Hier wird mir klar – die Auswahl des Urlaubsortes ist für mich heute nicht mehr nur die Entscheidung für eine Gegend oder Landschaft, sondern vielmehr auch eine Entscheidung für die “Community”, die ich dort treffe. Dabei geht es für mich nicht nur um das Wohlfühlen unter Gleichgesinnten, sondern tatsächlich auch um die Gewinnung neuer Inspiration für zukünftiges eigenes Handeln und Wirken. Ein Beispiel:

Heute gab es bei uns Fleisch! Das ist bei uns etwas besonderes, weil selten. Das Fleisch kommt aus einer Gemeinschaft namens Seewalde (www.seewalde.de), die wir mit einer Familienradtour besuchten. Erstmal ist das nur ein Ort hier in der Mecklenburgischen Seenplatte, aber auf den zweiten Blick ist das ein Zukunftsprojekt für eine nachhaltige Gesellschaft. In Seewalde gibt es einen Gutshof mit Bioladen und Café, eine Waldorfschule, einen Waldkindergarten, eine Kinderkrippe, eine Behinderten-Werkstatt und einen Bauernhof. Wer in Seewalde wohnen will, muss auch hier arbeiten – das hat sich die kleine Gemeinde so überlegt, weil durch den Tourismus hier in der Region ansonsten die Miet- und Kaufpreise für Wohnraum sehr hoch steigen würden. Tolles Beispiel für politisches Handeln im Sinne der Menschen – zum Trotz wirtschaftlicher Automatismen, bei denen letztlich immer das Geld regieren würde.

Im Bauernhof von Seewalde treffen wir vergnügte Kinder, die zwischen Kühen, Schweinen und Hühnern spielen und mithelfen. Wir treffen Menschen, die mit Begeisterung von ihrem Projekt und ihrem Job sprechen. Und wir haben Gelegenheit Demeter-Bio-Fleisch direkt vom Erzeuger zu kaufen – einschließlich Smalltalk über Haltung, Schlachtung und Zubereitung des erstandenen Stücks Fleisch. Und zum Schluss treffen wir noch eine Bewohnerin der Behinderten-Einrichtung, die sich wie ein Schneekönig freut, weil sie sich heute im Bioladen des Hofguts einen Lippenstift kaufen konnte! Damit wird sie sich heute hübsch machen, sagte sie, und schon scheint es einer der schönsten Tage ihres Lebens zu sein.

Zurück am Campingplatz trifft unser Fleisch auf große Begeisterung unserer neuen Urlaubsfreunde und zwei Kinder anderer Familien essen auch begeistert bei uns mit. Einige werden wohl in den nächsten Tagen selbst nocheinmal in Seewalde vorbeifahren.

Bei Kaffee und WLAN auf der Terrasse über dem See lerne ich von Georg-Dieter, was Visionssuche mit Wildnis zu tun haben kann. Er begleitet Jugendliche nach dem Quali einer Frei-aktiven Montessori-Schule durch ein Übergangsritual – mit 3 Tagen allein in der Wildnis. Ja – jeder für sich allein in der Wildnis. Ich bin begeistert, und das scheinen die Schüler auch zu sein, denn Georg-Dieter erzählt mir, wie die Jugendlichen nach dieser Erfahrung mit geschwollener Brust von ihren Erfahrungen und Erkenntnissen berichten. Mir fällt auf – genau das ist es doch letzt endlich, was Menschen im Übergang zwischen Lebensphasen am meisten brauchen: Stolz, Selbstvertrauen und Vision. Ich frage mich – warum unser Bildungssystem hier bisher keinerlei Hilfe in diesen Übergangsphasen anbietet. Mehr von Georg-Dieter kann man auf seiner Webseite www.visions-suche.eu erfahren.

Kidical Mass – schon mal gehört? Critical Mass ist vielleicht ein Begriff? Eine Familie von Rad-Urlaubern hat mich von dem Projekt begeistert. Im Unterschied zu Critical Mass – wo Radfahrer ohne behördliche Anmeldung in großer Anzahl regelmäßig durch die Stadt fahren und den Auto-Verkehr lahmlegen – geht es bei Kidical Mass vor allem um Kinder auf dem Rad. Mit Kidical Mass veranstalten Aktivisten in einigen deutschen Städten seit 2018 (?) immer wieder große angemeldete Demonstrationen auf dem Rad. Mit dabei ist natürlich die ganze Familie, ob selbst auf dem Rad, im Lastenrad oder im Rad-Anhänger. Deutlich gemacht wird hier, dass unsere Städte kaum sicheren Raum für die kleinen Verkehrsteilnehmer auf dem Rad bieten. Gefordert werden ganz konkret sichere Radwege, die separiert von großen Straßen explizit für Radfahrer geführt werden. Auch ein 8-Jähriges Kind soll durch sichere Verkehrswege mit dem Rad selbstständig alltägliche Wege zurücklegen können. Köln, Frankfurt, Berlin, Dortmund, Münster, Rostock und Nürnberg machen schon mit bei Kidical Mass (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Fast 1000 Teilnehmer verzeichneten einige der Veranstaltungen. Wer verfolgen will, wie es hier weiter geht kann @KidicalMassK auf Twitter folgen, oder einen der Links unten folgen.

Für einige neigt sich der Urlaub schon dem Ende entgegen und wir beschließen kurzer Hand ein gemeinsames Lagerfeuer zu machen. Die Kunde darüber verbreitet sich schnell über den ganzen Platz und wir erleben einen großartigen Abend mit musikalischen Überraschungen von Dudelsack über ein Schneckenförmiges Reise-Digeridoo bis hin zu soetwas wie einem HapiCord. Dazu teile ich einen über viele Jahre aufbewahrten Chateauneuf du Pape mit allen die schweren Rotwein mögen und es zeigt sich mal wieder, dass auch Genuss zu den Dingen gehört, die mehr werden, wenn man sie teilt.

So macht Urlaub Spaß – Und lässt mich um viel Inspiration bereichert auf den Alltag zurückblicken, bereichert um Erfahrungen, Gespräche und Kontakte. Wie das halt so ist, bei Community-Treffen :).

Weblinks:

Erste Podcasting Erfahrungen

Zwei Jahre dauert es etwa, sagt Simon Dückert, bis die Leute nach ersten Absichtserklärungen endlich anfangen Erfahrungen zu sammeln. Na.. Und ich bin da jetzt angekommen. Erste Erfahrungen sind gemacht und diese sind sogar schon für jedermann hörbar

Wie fast zu erwarten war, ist meine wesentliche Erfahrung: Man macht sich viel zu viel Kopf. Fehler macht man ja doch – und erst dann lernt man was. Aber, wie mal ein weiser Mann zu mir sagte: aus Fehlern lernen ist edel, aber am schönsten ist es, aus den Fehlern anderer zu lernen. Und genau dazu lade ich euch jetzt ganz herzlich ein.

Nummer 1: noch genug Platz auf der Speicherkarte? Klar, dachte ich, aber denken ist nicht wissen, und so war die Aufnahme eines Gesprächs mit sechs Leuten nach der halben Zeit zu Ende. Und da ich selbst am Gespräch teilgenommen habe, fiel mir der Fauxpas auch erst viel zu spät auf. Naja.. Zum Glück hat hier jemand anderes parallel eine Filmaufnahme gemacht.. Danach habe ich also erstmal die Speicherkarte geleert und bei der nächsten Gelegenheit gleich noch einen Satz Batterien des Aufnahmegeräts als Vorrat eingepackt (man muss ja nicht alle Fehler selbst ausprobieren). lch merke mir: So eine Stunde Aufnahme im stereo wav Format braucht etwa 300MB, also etwa 5MB/min ;).

Meine Nummer 2: Pegeln bei schwankendem Umgebungsgeräusch. Kein Problem dachte ich, das löse ich einfach indem ich das Mikro entsprechend näher an den Mund halte, wenn es rund herum laut wird… Puh, da lag ich voll daneben. Wir Menschen haben die Angewohnheit unsere Lautstärke beim Sprechen an die Umgebung anzupassen. Wenn es also laut wird, sprechem wir auch lauter. Wer jetzt das mikro näher nimmt ohne nachzupegeln, der wird die Sprache kaum noch vom Rauschen der Umgebung unterscheiden können – so stark übersteuert ist das dann.. Nachbearbeitung ist dann übrigens zwecklos.. Ich jedenfalls habe da keinen nützlichen Filter finden können. (hier zum mp3 der betreffenden Episode zum Siemens development system, SDS – Gespräch im Straßenverkehr mit Roman Busse über Holacracy ab ca. Minute 15) Ich merke mir: wenn es laut wird, Pegel runter, dann Mikro schön nah an den Mund. Oder: Gespräche im Berufsverkehr am besten meiden.

Meine Nummer 3: Zu viel Technik nimmt den Spaß. Ich wollte es gleich richtig machen und habe mir 4 Headsets mit allem drum und dran ausgeliehen.. Dazu gehört dann natürlich ein Haufen Kabel und Adapter, ein Kopfhörer Verstärker mit eigenem Netzteil und 4 Kopfhörer Lautstärke Reglern, ein Aufnahmegerät mit 4 einzelnen Pegel-Reglern und und und..

Das ganze Zeug habe ich am Abend ungenutzt wieder heim geschleppt. Aufgenommen habe ich mit dem kleinen und feinen Zoom H2n – das passt in eine Hand, noch ein Kopfhörer dran (Mini klinke) als live Abhöre und los geht’s. Mehr braucht man (zum Anfang) nicht. Ich merke mir: Weniger ist mehr. Und ich setze noch einen drauf: nicht mal ein Aufnahmegerät braucht man, denn..

Nummer 4: Auch das handelsübliche Smartphone tut den Zweck. Die Samsung Diktiergeräte App würde ich nicht mehr nehmen – das ist dann wirklich zu wenig, aber wer sich eine gute Aufnahme – App holt, wie z. B. Audiorec, der kann hier völlig sorglos top Aufnahmen machen (Achtung nicht jede App läuft auf jedem Handy zuverlässig – die andere mit empfohlene App All That Recorder läuft auf meinem Samsung Note 8 z.B. nicht gut). Ich habe das Smartphone nun zweimal als Backup Aufnahme genutzt. Handy lag auf dem Tisch zwischen uns und hat einfach unbeachtet aufgezeichnet, während ich mit dem Zoom H2n jeweils nah am Mund des jeweiligen Sprechers aufgenommen habe. Und, wer hätte es gedacht: die Handy Aufnahme ist unbearbeitet besser zu gebrauchen als die des H2n. Ihr Vorteil: die App pegelt automatisch und passt somit unterschiedliche Entfernungen und Sprecher-Lautstärken simultan an. Das gelingt mit dem Hand-Aufnahmegerät nicht so leicht. Denn selbst, wenn man die Sprecher-Lautstärke durch entsprechenden Abstand zum Sprecher versucht auszugleichen, wird man erstens bei jedem Sprecher eine verschiedene Ton Qualität haben und zum zweiten ist es sehr schwer, so zu pegeln, dass die Aufnahme wirklich gleich auf dem gewünschten Maximalpegel liegt, ohne dass Peaks übersteuern. In diesem Fall habe ich die H2n Aufnahme manuell nachträglich für jeden Sprecher nochmal hochgezogen.

Wer den Vergleich hören will: Die 15 min Aufzeichnung des Gesprächs über das Geheimnis der Corporate Learning Community habe ich zweifach veröffentlicht:

Bei längeren Aufnahmen lasse ich die wav Datei einfach von www.auphonic.com vollautomatisch Master-pegeln (bis 2h pro Monat kostenfrei). Merke: wer nicht nachbearbeiten will ist mit dem Smartphone und einer guten App (Freeware reicht, z. B. Audiorec) bestens ausgestattet. Ganz zu schweigen von dem Vorteil, direkt vom Handy veröffentlichen zu können. Einfache Schnitt-Operationen, wie Anfang und Ende stutzen, kann audiorec übrigens selbstverständlich auch.

Nummer 5: Podcast live-streaming bringt eine ganz tolle Spannung ins Gespräch. Irgendwie ist es ganz toll, zu wissen, dass einem gerade live auch schon jemand zuhört. Und ganz nebenbei ist dann eines schon ausgeschlossen: nachträglich was rausschneiden ist zwecklos – das spart auch viel Zeit :). Wer es jetzt auch noch schafft, den livestream (Skype, zoom, circuit, webex, …) mitzuschneiden, der hat gleich eine redundante Aufnahme für alle Fälle.

Hörbeispiel – meine erste FacesOfTransformation Podcast Episode – diesmal exklusiv nicht nur bei Siemens, sondern auch auf meinem Blog: Jessica Abbe, Culture Ambassadors

Und zum Schluss noch: Redundant aufnehmen entspannt ungemein und erlaubt durch den Vergleich der Aufnahmen doppelte Lernerfahrungen. Livestreaming hilft da auch, denn die meisten Konferenzsyeteme erlauben eine Aufzeichnung.

Nach all diesen Technik Themen ist meine wesentliche Erfahrung: das wesentliche am Podcasting ist die Gesprächsführung. Wie schaffe ich es, ausreichend roten Faden zu haben, aber doch ein natürliches Gespräch entstehen zu lassen. Daran zu arbeiten, macht mir riesig Spaß. Und ich glaube, genau das ist das Wesentliche, was ich in meinem Podcast herausarbeiten will.

Ach, nochwas: bei dem Sds-Podcast habe ich meinen ersten Jingle auf dem Klavier eingespielt. Für den Faces of transformation Podcast dann den Zweiten – nun sogar mit eingesprochenem Titel. Solche kreativen Herausforderungen sind die wertvollen Abwechslungen im Leben – und die kommen meist, wenn man einfach anfängt zu machen – also in diesem Sinne -> #einfachmachen!

Culture Ambassadors bei Siemens – Jessica Abbe

Jessica Abbe & Benedikt Pape

Jessica Abbe leitet die Abteilung für Culture and Change Management bei der Automatisierungstechnik von Siemens. Seit drei Monaten hat sie eine Community namens Culture Ambassadors gegründet zu der heute bereits ca. 90 freiwillige Mitarbeiter gehören.

In diesem ersten von mir moderierten Gesprächspodcast verrät uns Jessica viel über Hintergründe ihrer Abteilung, über die starke Unterstüztung aus dem Top Management aber auch über das tagtägliche Handeln der Culture Ambassadors Community. Die Community trifft sich monatlich, um sich über den gemeinsamen Weg auszutauschen.

Diese Episode ist zuerst veröffentlicht auf der Siemens-internen Podcasting Plattform Siemens.FM in der Podcast Reihe “Faces of Transformation Podcast”. Dieser Podcast ist im Juli 2019 aus der neu gegründeten Faces of Transformation community heraus entstanden. Diese Episode ist die zweite Episode des Faces of Transformation Podcasts.

Auf Benedikt Pape Podcast erscheint diese Episode zusätzlich, weil Jessica und ich uns einig darüber waren, dass ihr Inhalt – öffentlich geteilt – sicher zu wertvollen Rückmeldungen und Kontakten führen wird.

Jetzt aber – viel Spaß beim hören!

CLC90 Podcast: Smartphone Aufnahme: Das Geheimnis der CLC

Diese Episode stellt eine Smartphone (Samsung Note 8 mit App Audiorec) Aufnahme zu Verfügung für den Vergleich zu Episode 2 (Zoom H2n Aufnahme). Das Handy lag unbeachtet auf dem Tisch. Aufnahme startet etwas früher und endet etwas später (Outtakes ;))

Du musst zuerst einen Button erstellen und seine ID angeben.

1. CLC90 Podcast: Das Geheimnis der Corporate learning Community

Acht Teilgeber der Corporate Learning Community Nürnberg (#CLC90) teilen im Rahmen des CLC90 Meetups am 18.7.2019 ihre Antworten auf die Frage: Was ist das Geheimnis der CL-Community, warum sie die Community schätzen und was sie in der Community hält.

Diese Aufnahme ist die erste Podcast Episode der CLC90 Regional-Community und wir sind höchst erfreut darüber. Für mich ist es der erste Podcast den ich mit einer größeren Gruppe moderiere und den ich vor allem redundant aufgezeichnet habe.

Aufnahmetechnik-Check (diesmal redundant):

1) Zoom H2n Allinone Handgerät -> bietet live-Abhöre über Kopfhörer, int. Stereo-Mic musste ich den Sprechern hingehalten, Nachteil: Gerät ist sehr leicht und ist daher sehr empfindlich auf Handgeräusche, wie Nachpegeln, oder Lautstärkeregler des Kopfhörers, …)

2) Samsung Note 8 mit #AudioRec App (lag auf dem Tisch, Auto-Pegel, keine Hand-Geräusche, beeindruckend gut!) (Recording kann hier zum Vergleich angehört werden).

Guides Netzwerk aufbauen – das will ich (1/x)

Guides, die eine gemeinsame Vision haben, entwickeln gemeinsam ihre Wirkungseffizienz indem sie sich in einer Community gegenseitig stärken. Das will ich. Die gemeinsame Vision, die mir vorschwebt könnte etwa sein, dass alle Mitarbeiter des eigenen Unternehmens Netzwerke als wertvollen Bestandteil ihrer Arbeit einsetzen und Communities zur kontinuierlichen und gemeinsamen Entwicklung bilden.

Entstehen muss so eine Community meiner Ansicht nach am besten von selbst. Bei Siemens könnte das zum Beispiel gerade die kürzliche gegründete FacesOfTransformation Bewegung sein. Der Charme dieser Bewegung ist, dass sie aus Mitarbeiterinnen heraus entstanden ist, deren Aufgabenbereiche viel mit dem Wandel des Unternehmens zu tun haben. Dennoch ist die Bewegung transparent und offen für alle Mitarbeiter des Unternehmens. Ziel der Bewegung ist, dass sich Menschen austauschen, die bereits an der Transformation des Unternehmens gearbeitet haben – die aber bisher nichts von einander wussten, weil sie z.B. organisatorisch oder global entfernt voneinander sind. Wer weiß, vielleicht wird das “Guides Netzwerk” von siemens einfach “FacesOfTransformation” heißen. 🙂

Ambassadoren-netzwerke und Grassroots-initiativen mit ihren Netzwerken gibt es schon einige – auch bei siemens und seinen verschiedenen Unternehmensteilen. Immer wieder tritt aber folgendes Dilemma ein: Entweder sie haben zu wenig Autorität, weil sie als Grassroots von obrigkeitshörigen Mitarbeitern nicht mal angehört werden, oder sie sind zu nah an “der Macht”, also von hohen Führungspositionen gegründet, dass ihre engagierten Mitglieder durch zu viel Steuerung die Freude am Engagement verlieren. Ein optimum zwischen diesen beiden Polen zu finden, scheint mir eine wesentliche Herausforderung zu sein. Ein Guides Netzwerk muss intrinsisch motiviert handeln, braucht aber starke Unterstützung aus dem Konzern.

Woher kommt meine “plötzliche” Inspiration? Na ganz plötzlich ist sie nicht gekommen, denn ich träume schon etwa seit 2 Jahren von dieser Vision. Aber doch habe ich gestern und heute zwei wesentliche Gepräche geführt. Eines auf dem LernOS Rockstars Camp mit Harald Schirmer und einer Gruppe gleichgesinnter aus verschiedenen Unternehmen. Hier ging es natürlich vor allem um den großen Erfolg des Continental Guides netzwerks, das Harald aufgebaut hat. Das ist auch vor zwei Jahren schon mein initialer Zündfunke gewesen. Ein Kernsatz daraus:

Relevanz in Hierarchie legt die Hierarchie fest, in Netzwerken tut das die Zielgruppe. Bei der Gründung eines Guides netzwerks muss man also viele Ballons loslassen, wenn in der Community keiner darauf anspringt.

Relevanz in Hierarchien legt die Hierarchie fest. In Netzwerken tut dies die Zielgruppe. Beim Aufbau eines #GuidesNetzwerk.s muss ich viele Ballons loslassen, weil einfach keiner resoniert. #LOScamp19
— Benedikt Pape (@BenediktPape) June 25, 2019

Heute habe ich zum ersten mal den kreativen Querdenker Stammtisch von Katharina Ettinger für mich entdeckt. Zum Thema Guidesnetzwerk konnte ich hier sehr wertvolle Gedanken austauschen. Dabei wurde mir klar, dass es eine enorm hohe Bedeutung hat, mit der entstehenden Community eine (oder mehrere) passende Plattform(en) des Austauschs zu finden. Austausch soll transparent, aber dennoch geschützt möglich sein. Entwickelt sich ein solches Netzwerk zu wenig transparent, aber mit Unterstützung des hohen Managements, hat man schnell viele Gegner im mittleren Management, die sich übergangen fühlen. Transparenz kann helfen, allerdings kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu, der meiner Ansicht nach überhaupt der zentralste von allen ist: Wertschätzung muss der höchste Wert eines Guides Netzwerks sein, damit Vertreter des Status quo sich eventuellen Entwicklungen öffnen können.

Ich bin voller Energie mit diesen neuen Kontakten und Ansätzen wieder ein Stückchen mehr beizutragen zur Vernetzung der Vernetzer bei Siemens. Und freue mich dabei das spannendste aller Themengebiete, nämlich das Community Management weiter für mich zu erschließen.

Über alle Anmerkungen und Kommentare freue ich mich sehr!

Euer Benedikt

Lead by praise, not criticism – thoughts on this week’s Leadershipchallenge – from a dad’s perspective

Preparing for tomorrow’s LC call of the week (Siemens internal) I will share my thoughts on the weeks challenge – curious to read comments, further views or alternative perspectives from any of you.

Praise to strengthen your team’s strengths. Sounds obvious, but however doesn’t seem to be very popular in my working environment. Leaders I know, typically tend to focus on problems. From my perspective as an employee many leaders seem to find their purpose in taking over control or giving commands, where team members fail. Focus accordingly is on weaknesses, not on strengths. Since no-one likes to be seen primarily from his weak side a natural human reaction is closure – in other words: Intransparency.

Praise is the expression of real interest in a person, while criticism tends to be expression of one’s own interests.

I believe valuable criticism can only occur, when strengths are sufficiently appreciated and mutually known – in other words: when a relationship builds on trust.

Let’s flip it and imagine an environment, where the focus is on strengths – i.e. where leading by praise, not criticism is in place. Being dad of 3 kids (3-8 years of age) I experienced, how criticism can provoke drastic reactions and even leads to abrupt termination of exchange – thus leading is impossible. This taught me, that usually failures are sufficiently realized by my kids themselves and there is little purpose in pointing out failures from my side. I want to guide my kids towards being self confident and self reliant personalities, capable of autonomous interaction with their environment. I made the experience, that for earning their trust, I must have a close look on what my kids are proud of – and let them know I acknowledge and recognize their strengths. Praising strengths accordingly is the entrance to a trusted relationship – only now, a joint learning journey can start.

Maybe paradox at first sight, but inevitable truth according above thoughts: Learning is better accompanied by praise, than by criticism. Let’s go one step farther: Don’t we wish for our kids / team mates / employees to ask for our support, when they fail, rather than us having to force course-correction in case of failures, rather than us having to criticise them? Who do you think, your team will ask for support in case of failure? How do you act to gain trust and earn access to the the learning journey of your team members?

Would love to read your comments here and broaden my horizon.

Geschützt: Emil und Bene on Tour

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