Meine erste Webinar-Moderation – gelernt von Eva Hörtrich

Letzte Woche – pünktlich einen Tag vor dem von mir eingeladenen Webinar “FACTSoverview Refresher and Q&A” habe ich bei Eva Hörtrich (https://lerntrixx.de/) ein Webinar zu Methoden im Online learning mitgemacht. Alles passte perfekt zusammen und ich konnte gleich am nächsten Tag vieles umsetzen – zur Begeisterung der Teilnehmer.

Worum ging es?

Meine Kollegen haben bis vor kurzem lange Präsens-Seminare angeboten, in denen die Grundlagen der FACTS vermittelt werden sollten. FACTS sind Flexible AC Transmission Systems, oder eben einfach gesagt netzstabilisierende Anlagen in der Energieversorgung. Schon vor Corona habe ich angeregt ein digitaleres Format zu gestalten. Corona hat es dann möglich gemacht und letzte Woche fand es erstmals statt – mit immerhin 8 Teilnehmern, eingeladen über unser Siemens Social Network Yammer.

Wozu eigentlich das ganze Webinar?

Ziel des Webinars war nicht primär Wissensvermittlung (dafür gibt es bei uns einige Webbased Trainings usw.), sondern vielmehr die Vernetzung der Lerner und die Gelegenheit mit einem Experten Fragen zu klären. In der Einladung waren die Links zu allen WBTs und PDFs mit hilfreichen Lerninhalten. Bei der Veranstaltung sollte Interaktion der Teilnehmer dann im Mittelpunkt stehen.

Was war meine Rolle?

Als so mittel-erfahrener Kollege in diesem Themenfeld kommen mir selbst häufig Fragen zu unserer Technologie. So richtig finde ich aber keinen richtigen Platz für den Austausch zu diesen Fragen. Die angebotenen Vorträge haben mich nie so richtig gereizt. Daher wollte ich nun ein alternatives Lernformat schaffen, bei dem der Austausch im Mittelpunkt steht. Einen Experten habe ich für dieses Angebot gewinnen können, aber um die Gestaltung der Veranstaltung musste ich mich selbst kümmern – was ich auch gerne getan habe. Also bin ich als Moderator aufgetreten. In dieser Rolle habe ich mich also darum gekümmert, die Teilnehmer in die Interaktion zu holen damit sie ihre Bedürfnisse zu visualisieren und zu verbalisieren. Der Kollege-Experte konnte dann gezielt auf Themen eingehen und alles hervorragend erklären, während ich mit Rückfragen immer wieder die Einbindung der Teilnehmer sicher stellte. Für mich hat sich das als eine sehr nützliche Rolle angefühlt – und ich glaube für die meisten Teilnehmer auch.

Angewendete Methoden

Mit dem bei Siemens verfügbaren Tool Conceptboard (www.conceptboard.de) habe ich einige einfache Seiten gestaltet, auf denen die Teilnehmer mit einfachen Mitteln interaktiv werden konnten. Die wild verteilten Punkte konnten von den Teilnehmern verschoben werden. Mit der Taste “n” öffnet man eine “Sticky-Note” mit der man Beiträge auf der Seite platzieren kann.

Stimmungsbarometer in zweifacher Abwandlung.:Wie von Eva gelernt geht es hier darum, überhaupt erstmal eine Interaktion der Teilnehmer zu motivieren. Gleichzeitig wollte ich erfahren, wie die Motivationslage so ist und welches Vorwissen die Teilnehmer mitbringen. Das sind wertvolle Informationen, die man nutzen kann um im weiteren auf die Teilnehmer einzugehen.

Themen ABC: Mit Frei-Feldern für jeden Buchstaben des Alphabets werden die Teilnehmer eingeladen so viele wie möglich Begriffe zum Themengebiet aufzuschreiben. Hier wird das Gehirn auf Touren gebracht und auf das Themengebiet eingestimmt. Es werden sozusagen die Synapsen des anknüpfbaren Vorwissens auf Empfang geschaltet, damit im weiteren Verlauf des Webinars das Lernen leichter fällt. Insbesondere für diese Methode bin ich Eva sehr dankbar – sie ist so einfach und doch so ertragreich.

Themen Ranking: Zu guter letzt habe ich einfach die Themen des Grundlagen-WBTs aufgeschrieben und die Teilnehmer eingeladen beliebig Punkte auf jene Themen zu setzen, über die sie am liebsten in diesem Webinar sprechen möchten. Dieser Punkt wurde dann souverän von unserem Experten aufgegriffen und die entsprechenden Themen wurden zunächst grob erläutert. Hier kam es dann auch schon zu den ersten Rückfragen, so dass ein reger Austausch ins Rollen kam.

Bereits nächste Woche werde ich das Webinar noch einmal anbieten – diesmal dann auf englisch und mit doppelter Zeit. die 45min von letzter Woche haben sich als sehr knapp erwiesen, so dass wir nächste Woche gleich auf 90min gehen werden. Mal sehen.

Zu guter letzt nochmal herzlichen Dank an Eva Hörtrich für die tollen Impulse zu Methodiken für Webinare.

Ausblick: Beim nächsten mal will ich dann auch noch eine Feedback-Methode vorbereiten. Dazu werde ich evtl. auf den “Erkenntnisbaum” aus Eva’s Methodenkoffer zurückgreifen.

3 Antworten auf „Meine erste Webinar-Moderation – gelernt von Eva Hörtrich“

  1. Hallo Diana. Ich sehe eben erst deinen Kommentar. Deine Session ist zwar schon vorbei, aber wenn du möchtest, kann ich dir gerne etwas über den Erkenntnis-Baum erzählen. Eine Methode, die ich sehr gerne im Präsenzformat anwende und die sich super in den Online-Raum übertragen lässt. Viele Grüße, Eva

    1. Hallo Eva, voll lieb, dass Du mir antwortest. Na klar bin ich noch immer interessiert an dem Erkenntnisbaum. Wie und wann könnten wir zusammenkommen? – Teams, Zoom…?

  2. Hallo Benedikt. Ganz lieben Dank für Deinen Blogbeitrag.
    Wir bieten mit der Lernbar nächste Woche eine interaktive Session an. Ich würde gern eine neue Feedbackmethode ausprobieren. Der von Dir erwähnte Erkenntnisbaum klingt für uns ganz passend. Hättest Du Lust mir mehr dazu zu erzählen, damit ich den evtl. ausprobieren kann?
    Viele Grüße. Diana

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