Lernnetzwerke #ESN, Twitter & Co – oder: Warum ich für mein lebenslanges Lernen keine Trainings mehr brauche

Für meine lieben Kollegen bei Siemens werde ich heute den Auftakt für eine neue Art der Vernetzung geben. Zum obigen Thema werde ich eine 10-15min Rede in der neu eingerichteten “SpeakersCorner” halten. Danach darf rege diskutiert werden – denn darum geht es eigentlich: Mehr miteinander Reden. Warum? Jetzt sind wir beim Thema!

2016 begann ich zu “Netzwerken” – auf einem Barcamp für Projektleiter (mehr zum Barcamp gerne ein anderes mal, oder unter diesem Blog). Seither entwickle ich persönliche Kompetenzen und Potentiale, die ich vorher nur geahnt habe.

Warum sehe ich soziale Netzwerke als Lernformat? Meine Antwort ist ziemlich einfach: Soziale Medien sind grandiose Lernplattformen, weil sie den Aufbau persönlicher Netzwerke ohne Grenzen ermöglichen. Jeder kennt den Spruch “Am meisten habe ich gelernt, als ich es einem anderen erklärt habe”, aber wann hört einem schon einer zu? Im Sozialen Netz findet sich immer einer der “zuhört”. Im sozialen Netzwerk findet sich immer einer, der genau das gerade hören oder lesen will, was Du gerade erklären willst. Im sozialen Netz findet sich immer einer, der auch gerade dabei ist etwas zu erkennen, was Du gerade verstanden hast. So entstehen Lernnetzwerke.

Nur, wie finden Dich diese Menschen, die sich für Deine Gedanken interessieren?

Ein paar wesentliche Punkte zum Aufbau persönlicher Lernnetzwerke:

  1. In sozialen Medien lesen nicht X Mrd. Menschen auf der Welt alle Posts, die gearde von irgendjemandem geschrieben werden. Nein: Wenn Du beginnst, ein Netzwerk aufzubauen, liest erstmal NIEMAND, was Du schreibst. Du kannst also ohne Hemmungen alles schreiben, woran Du die Welt teilhaben lassen willst.
  2. Wer Deine Tweets liest, das entscheiden deine Leser selbst – gemeinsam mit ihren Netzwerken. (?! -> siehe 3. & 4.)
  3. Hashtags können der Zugang zu Netzwerken sein (als Einstieg eignet sich z.B. der Hashtag einer besuchten Veranstaltung)
  4. Im Retweet steckt die Kraft der “viralen Verbreitung”. Hier werden Deine Inhalte in persönliche Netzwerke anderer getragen und gleichzeitig mit einer persönlichen Empfehlung versehen.

Und wie finden die mich nun? Meine Antwort ist: Fang einfach mal an zu schreiben, dann wirst Du erleben, wie Du gefunden wirst. Eines ist klar: nur wer schreibt, worum es ihm geht, der wird auch von denen gefunden, denen es um das gleiche geht. Wer Dich so gefunden hat, der wird Dir vielleicht folgen, Deine Tweets liken, kommentieren, oder sogar retweeten.

Gefunden werden durch Schreiben, statt Finden durch Suchen!

Ich ermutige gerne einfach drauf los zu schreiben und dabei durchaus auch Persönlichkeit sichtbar zu machen – dazu gehört zum Beispiel auch von einer eigenen Erkenntnis zu schreiben, ohne dabei einen großen Autor dieser Zeit zu zitieren. Dazu gehört auch, von einem Erlebnis zu schreiben, dass Dich bewegt hat. Persönlichkeit ist der Schlüssel zur Bewertung von Aussagen. Über Persönlichkeit bewerten wir nicht nur den Wahrheitsgehalt von Aussagen. Persönlichkeit gibt uns Hintergründe, die zur Aussage geführt haben. Die Persönlichkeit des Senders einer Information stellt uns also ein vielfaches von Anknüpfungspunkten zu Verfügung, mit der wir die Information einordnen können.

Und das ist Lernen: Verknüpfen von Inhalten mit Erfahrungen.

Informationen in unserem Gehirn verankern – durch vielfache Anknüpfungpunkte. Je mehr Anknüpfungspunkte wir mit einer Information verbinden können, desto besser können wir die Information im Handeln wieder abrufen und nutzen.

Das Teilen eigener Erkenntnisse und Erlebnisse führt also zum Aufbau individueller Lernnetzwerke – wenn nur eine kritische Masse von potentiellen Zuhörern verfügbar ist. Und genau das bieten Plattformen, wie Twitter, LinkedIn, oder das firmeninterne Soziale Netzwerk.

Soweit nun erstmal zu meiner Vorbereitung für meine Rede.. Ein paar Beispiele wären noch gut. Naja, vielleicht fallen Euch ja welche ein? Gerne als Kommentar! Vielleicht binde ich diese dann auch nachträglich noch in diesen Blog ein.

Vernetzte Grüße, Euer Benedikt Pape

… mehr zum Barcamp als Lernformat:

Wenn es mir doch um soziale Netzwerke geht, warum habe ich dann diesen Blog mit dem Barcamp begonnen? Das Barcamp ist meiner Ansicht nach die Offline-Variante sozialer Netzwerke, denn es stellt den Austausch zwischen Menschen (der auf klassischen Konferenzen nur auf die Pausen beschränkt ist) in den Vordergrund. Im Barcamp belegen die Teilnehmer zu Beginn der Veranstaltung einen leeren Sessionplan mit ihren eigenen Themen. Teilnehmer werden zu TeilGebern und kommen so sehr viel häufiger in die lernfördernde Situation des “Erklärenden”, als das in allen anderen Veranstaltungsformaten der Fall ist. Barcamps überlassen es den Teilgebern, über welche Inhalte sie sich austauschen wollen. Im Barcamp entscheiden die Teilgeber, mit wem sie sich austauschen. Die Teilgeber entscheiden, ob sie einem Redner zuhören wollen, oder ob sie selbst zum Thema beitragen wollen. All diese Freiheiten sind es, die der individualität des Lernens Rechnung tragen und das Format Barcamp zu einem wertvollen Lernformat machen, ganz ähnlich, wie soziale Netzwerke.

Weblinks:

Social Networking – paradigm change from Push to Pull communication

Yes, I am convinced social networks bring along vast opportunities to optimize efficiency in collaboration. Nevertheless I am asked plenty of times, why I see it this way.

I would like to anchor my answer by referencing to the strong variance in statisics within my Tweets on Twitter.

Example1: Tweet on Altruism seems to have met interest of only few in my network (208 views).

Example2: Tweet on support for planning a Barcamp at Siemens reached more than 4.5k views.

How does this lead to the conclusion, that social networks increase efficiency in communications?

The two examples illustrate, that the recipients are not selected by the sender of information. Instead the reach of a tweet is the result of its relevance for the network. How come?

  • The reach of tweets majorly depends on the network’s response.
  • Readers can promote posts by liking or retweeting.
  • Any like or retweet leads to increased audience thanks to social network algorithms.
  • Hashtags help drawing attention from those interested in the tweet’s content.

I guess this effect can be named by the **paradigm change from push to pull communication,** which I identify as key advantage of social networking.

Accordingly – feel free to like, comment and reference to this post ;). Looking forward to the network response – Yours, Benedikt Pape

PS: How does the image of fishermen (source: pixabay) match the topic? I like to associate social networks to the ocean, where tweets swim around and readers fish them out if their hashtag matches.

One year Networking – self-development at its best

Recently I celebrated my first networking anniversary. Twitter was my entrance to a whole new world of networking and personal development about one year ago. Since I didn’t ever believe, that Twitter would ever be so valuable for me, I feel it is a good time to look back and reflect what has happened during this year full of new inspiration.

My first Barcamp – setting up a Twitter account

My networking started out when I visited my first barcamp, the #PMCampMuc in Munich on project management. Standing together with other early arrivers in a bar the night before, I installed the Twitter App and created my account. I Still remember having some doubt, wether it is a good idea to use my realname as username, or if I should rather create something in the style of BenPM, for me to use it solely within the upcoming Barcamp, or within the PM-environment. Doubts I can gladly lay off today, answering them with confidence: Yes, having one accout and identity with full name has proven right for me. This gives me the benefit of being found simply with my name – my profile picture helps identification. More than one account? I wouldn’t have managed to keep track, and I’m glad I can just change topics without changing the account. There is one me and one account to it, and that feels just right.

Barcamp to kickstart tweeting?

During the barcamp I learned, that this would turn out to be a real booster for my social media activity. The physical, real life network emerging at the barcamp gave me purpose in sending tweets – to this crowd and the world. By using the predefinded hashtag #pmcampmuc, I knew meny of those, who would receive my post – this took away doubt in sending messages to an “unknown cloud” open to the whole world. And since nobody can be in all sessions at a time, it turned out valuable to read key learnings of others from parallel sessions on Twitter. Of course it helped a lot, that there was a majority of participants, having lots of experience tweeting. So in a nutshell, tweeting on the barcamp gave picture of the recipients and removed doubts about the purpose of posting publicly.

My network grows the more I tweet

What started in the real life community at the barcamp over two days, kept growing and expanding. My biggest learning about networking is, that my network grows the more I tweet. While I started out with the believe that I will need to spend time searching for relevant authors, I learned that sharing my experiences is the key to enable relevant authors and tweets to find me. This is when likes, comments and retweets come in. Whoever interacted with my tweets was usually interested in the same topics and therefore potential author to become part of my network. Particularly helpful of course, is the use of hashtags for the addressed topic. As an example I have shortly tweeted about #emobility, even though this is not one of my typical topics. Apparently due to using the respective hashtag, I achieved comments from other twitter users, obviously dedicated to #emobility. Accordingly a simple look into their timeline could give me quick insight to the topic and if I wanted to keep posted, I just needed to follow one of these enthusiasts’ account. This is without any searching from my side. This is what I feel to be a revolution in networking and even in learning to be unleashed by social networks.

My Twitter timeline became my expert journal

Once my network was evolving in Twitter, I experienced a principle change in manner, amount and topics of received information. Scanning news and journals ment losing lots of time for me. Time for searching and quality evaluation, since authors were mostly unknown to me. On Twitter I can select authors, who write in “my lenguage”, on topics of my interest. Of course this selection of authors needs regular review and update. I remember times, where I felt it difficult to keep track with the amount of tweets in my timeline. Whenever this happened I unfollowed some authors with big amount of less relevant tweets for me, and reading the timeline was promptly more fruitful again. It’s not long ago that I felt to have reached something very valuable. When I went through my timeline I felt encouraged to either like or comment every single one of the shown tweets. I believe, this is what I will aim to maintain – keeping my timeline 100% relevant to my personal demand.

My benefit of networking – beyond platforms

Often poepole asked me, what is the purpose of spending time with social networks. And my answer is:

Networking means learning to me, and stimulating the development of own potentials.

My social media activity emerged to be the guiding source of inspiration for my personal development of competences. In a retrospective, I have started to develop some of my probably strongest passions or potentials only after I started Networking. Twitter and Siemens Social Network brought me in touch with people working on topics, that exactly match my passions and strengths. In a retrospective I recognize that I have only discovered some of my strenths through the feedback received on my networks.

In a nutshell, networking adds the following values to my life:

  • Building networks with people working on the same passions
  • Exchange and inspiration on topics of my passions
  • Bringing up own strenths
  • Fostering self development

If you got inspired to share your networking experience, I’d love to find posts and comments with the hashtag #networking4me on all platforms. I will also use this Hashtag to promote this blog.

Thanks for reading! Looking forward to any interactions from your side!

Yours Benedikt Pape